Nik P. hat am 15. September 2017 sein neues Album „Ohne Wenn Und Aber“ veröffentlicht. Aus diesem Anlass hat der österreichische Musiker und Schlagersänger schlagerland.tv ein Telefon-Interview gegeben:

 

Christian Finger von schlagerland.tv : Ich freue mich sehr, dass Sie sich kurz Zeit nehmen für ein Interview.
Nik P.: Ja, gerne!

Also ich bin Christian Finger von schlagerland.tv. – das ist eine neue Plattform, auf der ich bereits bekannte und auch neue Schlagersänger ganz persönlich mit Interviews vorstelle.
Ja , okay.

Soll ich Sie oder Du sagen?
In der Schlagerwelt sind immer alle per Du.

Okay, sehr schön. Dein neues Album heißt ja „Ohne Wenn Und Aber“, kannst Du uns bitte etwas zum Titel sagen?
Ja, das ist vielleicht nicht mein Lebensmotte, aber meine Art und Weise, wie ich die Dinge in meinem Leben angehe. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dann bleibe ich dabei, ohne wenn und aber. Speziell bei der Musik habe ich es so gemacht, weil mich vor zwanzig Jahren niemand produzieren wollte. Irgendwann habe ich dann die Chance bekommen, das Ding (meine Musik) selbst zu machen mit der großen Unterstützung eines Freundes, und habe es dann so gemacht, wie ich es für richtige finde. Aber gegen die Prognosen der großen Musikfirmen habe ich doch etwas erreicht und bin mittlerweile seit zwanzig Jahren am Markt und habe siebzehn Alben produziert und habe auch meinen eigenen Sound kreiert und meinen Stil bekannt gemacht. Das ist der Grund, weshalb ich für mein zwanzigjähriges Jubiläum diesen Titel für mein Album ausgewählt habe.

Und jetzt bist Du ja auch bei Sony gelandet…
Ja, mittlerweile seit elf Jahren. Aber ich bin noch immer mein eigener Produzent.

Ah ja, okay. Und wie würdest Du Deinen jetzigen Musikstil beschreiben?
(lacht) Man fragt mich immer wieder, in welche Schublade passt Du denn. Aber ich denke nicht in diesen Schubladen. Meine Musik ist meine Musik, ist Nik P.. Ich bin sehr stolz, dass mittlerweile auch sehr bekannte Produzenten aus der Branche zu mir kommen und sagen ‚Du, neulich war wieder ein junger Künstler bei mir im Studio und sagte, ich möchte so klingen wie Nik P.’ Das zeigt schon, dass ich einen gewissen Trend erzeugt habe und einen gewissen Style, den nicht jeder macht. Der ist mal ein bisschen rockig und dann ein bisschen poppig und dann wieder sehr schlagerhaft. Ich gebe jedem Titel das, was mein Gefühl sagt, wie er sein muss. In meiner Anfangszeit musste ich mir oft Sätze anhören wie ‚Das würde ich aber nicht so machen, das würde ich eher ein bisschen entschärfen, die Gitarren weg’ und so. Ich hab dann immer gesagt, nein, das bin ich, ich bin so auf der Bühne und so möchte ich auch auf der Platte klingen und möchte, dass die Leute mich so kennenlernen und wissen, dass das mein Stil ist. Und der Schlager ist heutzutage populärer denn je und verträgt auch mehr Pop und mehr Rock denn je. Ich glaube, das hat auch ein bisschen mit meinem Hit „Einen Stern, der Deinen Namen trägt“ etwas zu tun, weil ich damit einen Song geschaffen habe, der auch in der Pop-Branche funktioniert hat und dort lange die Charts mit einem Schlager-Titel dominierte. Da ist ‚Ein Stern’ schon ein kleiner Vorreiter gewesen von diesem populären Schlager, den man heute kennt.

Auf deinem neuen Album-Cover bist Du ja mit Gitarrenkoffer abgebildet und ich habe Dich auch live bei der „Schlagernacht des Jahres 2017“ in der Waldbühne gesehen, da warst Du einer der wenigen Musiker, die mit einer richtigen Band aufgetreten sind und wie ein Vollblutmusiker rüberkam. Ist das wichtig für Dich?
Ganz, ganz wichtig! Ich stehe mittlerweile seit 36 Jahren auf der Bühne und immer mit Band. Das ist im Schlager ja nicht so üblich, auch wenn es jetzt immer mehr wird, aber früher überhaupt nicht. Und auch da bin ich keine Kompromisse eingegangen und habe gesagt, ich mache das nur mit Band. Denn Musik muss leben, Musik muss für mich auf der Bühne leben, da muss jeder Ton, der von der Bühne kommt, interpretiert werden, nicht nur der Text des Sängers, sondern auch der Bass, Das Schlagzeug, die Gitarren der Takt des Schlagzeugs, die Gitarren, das muss interpretiert werden, damit der Song die Kraft bekommt, damit er von der Bühne gelebt wird. Das praktiziere ich schon mein ganzes Leben und mir ist es ganz wichtig, dass ich mit Musikern da oben stehe, die mit mir den Song interpretieren.

Es waren zwanzig Tausend Fans in der Waldbühne und haben Dich sehr gefeiert. Was ist das für ein Gefühl, wenn Du da auf der Bühne stehst?
Das ist natürlich ein Mega-Gefühl! Ich komme ja aus Österreich aus einem kleinen Dorf, da war es damals schon ganz was Großes, wenn man nur im Nachbarort auf der Bühne stand. Dass ich irgendwann einmal in der Weltstadt Berlin mit meiner Band auf der Bühne stehe, hätte ich mir vor zwanzig Jahren noch nicht Träumen lassen. Das sind Momente, die man sehr genießt, auf eine Bühne zu gehen, die so einen Namen hat wie die Waldbühne in Berlin, und wenn man dann auch so abgefeiert wird! Das ist natürlich auch ein großer Motivationsschub, an sich zu glauben und weiter Musik zu machen.

Du hast ja gesagt, dass Du nicht nur Sänger, sondern auch Songwriter bist und hast auch „Einen Stern“ selbst geschrieben. Bist Du von dem Mega-Erfolg dieses Songs überrascht gewesen?
Ich glaube, mit diesem Erfolg hat keiner von uns gerechnet, auch nicht DJ Ötzis Team. Wir wussten zwar, wir haben einen starken Song und haben so für uns eine Erwartung gehabt und dachten, wenn wir damit in die Top 15 kommen, dann ist das schon ein Erfolg; Top 10 das wäre der Hammer. Jetzt sind wir elf Wochen lang Platz eins gewesen – mit diesem Riesenerfolg hat bei uns keiner in irgendeiner Form gerechnet. Dass wir auch noch die Pop-Charts in Deutschland und Österreich so lange dominieren und den Echo bekommen für den erfolgreichsten Song International (ich war ja nominiert zusammen mit Justin Timberlake und Rihana), das macht mich schon sehr stolz.

Ja, das glaube ich! Der Wiener Sänger FALCO war damals nach seinem Hit „Amadeus“ musikalisch erst einmal gehemmt, weil er das Gefühl hatte, diesen Erfolg nicht mehr toppen zu können. Wie bist Du mit diesem großen Erfolg umgegangen?
Ich muss ganz ehrlich zugeben, es hat schon etwas gedauert. Denn es liegt ja nicht wirklich an einem selbst, sondern an der Erwartungshaltung der Leute. Du machst was Neues und dann kommen sie und sagen ‚Super, aber Ein Stern ist es nicht’. Du machst wieder was, ‚Auch gut, aber Ein Stern ist es nicht’. Die Erwartungshaltung, wenn du so ein Kaliber gelandet hast, ist enorm, die Leute erwarten, dass du irgendwie noch eins drauflegst. Das wird für einen dann natürlich eine Herausforderung. Und diese Leichtigkeit, Songs zu schreiben, die habe ich ehrlich gesagt erst nach zwei, drei Jahren wieder gefunden. Das war nicht so einfach.
Ich habe ja nie in meinem Leben Songs geschrieben mit dem Hintergedanken, das muss ein Hit werden. Erst nach dem ‚Stern’ habe ich von allen Seiten den Druck bekommen, jetzt wieder einen Hit landen zu müssen. Ich habe dann gesagt, ‚Leute, davon auszugehen, jetzt schreibe ich einen Hit, das wird nicht funktionieren! Und das will ich auch nicht!’ Aber Songs wie „Wo die Liebe deinen Namen ruft“ oder der Song „Berlin“, oder auch „Geboren um dich zu lieben“ sind ja auch erfolgreich gewesen. Nur das, was der „Stern“ erreicht hat, ist glaube ich nicht mehr möglich und war etwas ganz ganz schönes für mich, dass man so eine Euphorie auslösen kann mit einem Schlagersong wie ‚Einen Stern, der Deinen Namen trägt’.

Das zeigt vielleicht auch die Sehnsucht der Menschen nach der einen großen Liebe, die ein Leben lang hält oder sogar unendlich ist.
So ist es. Es ist die Sehnsucht von uns allen, den Lebenspartner zu finden, der dich ein ganzes Leben lang begleitet, in guten und in schlechten Zeiten. Darum geht es auch in meinem neuen Song „Dieser Ring“, der jetzt auch ganz gut in den Charts schon ist. Und der Song ‚Einen Stern’ erzählte genau von dieser Sehnsucht nach unsterblicher Liebe.

In Deinem neue Song „Dieser Ring“ heißt es im Refrain: „Dieser Ring hat kein Ende / so wie die Liebe endlos ist“. Auch wenn man das im wirklichen Leben nicht schafft, kann man trotzdem an dieses Ideal glauben?!
Das ist sehr richtig, denn wenn man an dieses Ideal nicht glauben würde, würden wir es ja nicht immer wieder machen. Deswegen ist es wichtig, dass man den Glauben nie daran verliert, dass die Liebe etwas ganz Großes ist und man ihr immer wieder die Chance geben sollte, sich zu entfalten. Auch wenn sie es beim ersten Mal doch nicht war, vielleicht ist sie es beim nächsten Mal. Aber sie ist schon da, die große, immerwährende Liebe!

Zum Schluss noch: Ich habe gelesen, dass Du 2017 einen Amadeus Award bekommen hast. In welcher Kategorie hast Du gewonnen und welche Rolle spielt der Amadeus Award in Österreich?
In der Kategorie „Schlager“ als erfolgreichster Song 2016. Der österreichische Amadeus Musikpreis ist vergleichbar mit dem deutschen Echo und hat eine große Wichtigkeit, um auch in der heimischen Musikbranche akzeptiert und geschätzt zu werden. Das ist natürlich super, wenn auch die Fachjury und das Publikum, das da mitentscheidet, durch die Preisvergabe deine Arbeit anerkennen. Das war für mich sehr schön.

Letzte Frage: Wann und wo kann man Dich mit Deinem neuen Album LIVE erleben?
Wir sind ja ohnehin ständig unterwegs. Wir sind jetzt im Herbst on tour, aber da sind wir mehr im Osten von Deutschland unterwegs: Ende Oktober und im November sind wir auf Tour u.a. in Cottbus und Dresden. Insgesamt sind es so zehn Konzerte, die Termine stehen auch auf unserer Webseite. Und dann ist für nächstes Jahr eine Österreich-Tournee geplant, die sich dann auch auf Deutschland ausweiten wird, da sind wir gerade in Planung.

Okay, sehr schön. Dann sage ich vielen Dank für das persönliche Telefon-Interview!

Hier geht’s zur Webseite: www.nikp.com

 

Hier könnt Ihr in das neue Album „Ohne Wenn Und Aber“ reinhören und es als CD oder MP3 erwerben:

„Ohne Wenn und Aber“ [Amazon]

„Ohne Wenn Und Aber“ [ iTunes]

 

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